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Herzrhythmusstörungen erkennen mit der Apple Watch

Phone Service Center / 4.6.2017
Die Smart Watch von Apple verfügt über einen Herzfrequenzmesser auf Basis von LEDs und Fotodioden. Forscher der University of California in San Francisco (UCSF) haben nun untersucht, ob sich mit den Daten der Apple Watch bestimmte Herzerkrankungen feststellen lassen.

6158 Probanden nahmen an der „eHeart-Studie“ in Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Messanwendung „Cardiogram“ teil, mit einem erstaunlichen Ergebnis: das sogenannte Vorhofflimmern konnte mit einer Genauigkeit von 97% diagnostiziert werden. Mit Hilfe einer KI-gestützten Methode wurden die Daten der Apple Watch ausgewertet.

Bei lediglich 200 der 6158 Teilnehmer wurde vor Beginn der Studie Vorhofflimmern diagnostiziert. Die Anderen zeigten normale EKG-Werte. Mit den Daten der bereits erkrankten Probanden wurde ein neuronales Netzwerk trainiert. Dieses wurde im Anschluss gegen die Daten von 51 Kardioversions-Patienten getestet. Unter Kardioversion versteht man die Widerherstellung des Sinusrythmus, also den normalen Herzrhythmus. Der verwendetet KI-Algorithmus steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. In absehbarer Zeit erhoffen sich die Forscher ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Herzfrequenzdaten von Smart Watches oder anderen Wearables mit Herzfrequenzmesser zuverlässig ausgewertet und Vorhofflimmern erkannt werden kann.

Denn diese Erkrankung ist nach Angaben der amerikanischen „Stroke Association“ Auslöser für einen von vier Schlaganfällen. Laut den Forschern der UCSF seien zwei Drittel davon vermeidbar, wenn sie rechtzeitig erkannt und Medikamente verabreicht werden könnten.

Für die Apple Watch gibt es bereits eine Art tragbares Mini-EKG. Die Firma AliveCor verkauft einen Sensor, welcher im Smart Watch Armband integriert ist. Das sogenannte Kardia Band ist speziell für die Erkennung von Vorhofflimmern gedacht, und für 230,00 Euro erhältlich.