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OBD-Dongle macht Altwagen zu Smart Cars

Phone Service Center / 30.5.2017
Autofahrer heutzutage genießen in ihren Wagen Features wie Drehzahlmesser, Öltemperaturanzeige oder auch Spritspartrainer. Bei älteren Fahrzeugen sucht man so etwas vergebens. Doch mit einem Smartphone und einem einfachen Steckmodul lässt sich das ganz schnell ändern. Durch die in den meisten Autos vorhandene On-Board-Diagnose-Schnittstelle, kurz OBD, erhält man Zugang zu den Steuergeräten. Mit dem simplen Funk Stecker OBD-Dongle und einer passenden Software lassen sich diese auslesen. Dadurch verwandelt sich das alte Auto in ein vor Daten nur so sprudelndes Smart Car.

Die OBD-Schnittschnelle dienste ursprünglich US-Behörden zur Überwachung der Emissionen von PKW während Ihrer gesamten Nutzungsdauer. Neben der Lambdasonde und dem Katalysator lassen sich auch Motordrehzahl, Turbodruck, Gaspedalstellung, Kraftstoffverbrauch und eine Menge anderer Daten messen. Zwar verfügen Neuwagen heutzutage über ausführliche Bordcomputer, doch auch auf denen ist längst nicht alles zu sehen. Die OBD-Schnittstelle hingegen gibt auch Daten preis, die richtig wertvoll sein können: die Informationen des Fehlerspeichers. Oft erleuchtet auf einmal die Motorkontrollleuchte ohne dass es einen erkennbaren Grund gibt. Mit dem OBD-Dongle lässt sich sofort der Fehlercode und damit die Ursache bestimmen. Auch ein Laie kann dann entscheiden, ob der direkte Weg in die Werkstatt wirklich notwendig ist, oder ob die Fehlerbeseitigung bis zur nächsten Inspektion warten kann.

Welche Daten mit dem OBD-Dongle ausgelesen werden können hängt von Hersteller und Fahrzeugmodell ab. Zudem benötigt man eine spezielle Software auf dem Smartphone. Die bekanntesten sind „Torque Pro“, „Scan Master“ und „DashCommand“. Der Datenaustausch zwischen Smartphone und dem Stecker erfolgt über WLAN oder Bluetooth, seltener auch über Kabel. Manche Apps sind gratis erhältlich, andere für einen moderaten Preis. Auch die Stecker sind unterschiedlich teuer, günstigere Modelle ab etwa 20,00 € sind jedoch auch weniger leistungsfähig als Hochpreisige. Besonders erfolgreich ist das Auslesen der Daten wenn Soft- und Hardware aufeinander abgestimmt sind. Um das sicherzustellen, empfiehlt es sich ein Komplettpaket zu kaufen.

Das Set des Start-ups „Pace“ erhält man beispielsweise für 120,00 €. Hierbei auch enthalten: ein Finanzamt-konformes Fahrtenbuch, ein Spritspartrainer und ein Tankstellen-Preisfinder. Zudem werden die ausgelesenen Fehlerdaten direkt in Klartext übersetzt. Der Nutzer erhält danach eine erste Einschätzung ob er gefahrenlos weiterfahren kann oder besser eine Werkstatt aufsuchen sollte.


Für Sportwagenfahrer gibt es eine besondere Ausführung. „Drive Deck Sport“ hat sich auf Rennwagen spezialisiert und liest die Daten besonders übersichtlich und ist für Autos die Rennstrecken fahren ausgelegt. Außerdem lassen sich speziell Daten über gerade gefahren Strecken und die Fahrtzeit auslesen.

Wer vor Allem auf die Fehlerdiagnose und anschließende Vermittlung zu Pannendienst und Service-Werkstätten wert legt ist mit „Drivelog Connect“ der Bosch Tochter Mobility Media gut bedient.

Das Münchner Unternehmen Tanktaler bietet App und Stecker als Jahres-Abo für 39,00 €. Es bietet die üblichen Funktionen und soll zudem die bargeldlose Bezahlung an daran teilnehmenden Tankstellen ermöglichen.

Wer vorhat sich ein OBD-Dongle oder auch ein Komplettset zu kaufen, sollte zuerst nachsehen, ob sein Auto überhaupt über einen Steckplatz verfügt. Vorhanden ist dieser bei Benzinern ab Baujahr 2001, bei Dieseln ab 2004. Meistens ist dieser unscheinbar im Handschuhfach, dem Sicherungskasten oder im Bereich unter dem Aschenbecher versteckt. Sie erinnert an den SCART-Anschluss eines TVs und hat 16 Pole. Wichtig ist, dass der Steckplatz nicht weiter als 60 cm vom Lenkrad entfernt ist.