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„Scareware“ - falsche Warnung mit schädlichen Folgen

Phone Service Center / 3.4.2017
Vielen Smartphone-Nutzer kennen das, man surft nichts ahnend im Internet und plötzlich fängt das Smartphone grundlos an zu vibrieren. Gleichzeitig erscheint eine Warnung, angeblich von Google, dass das Smartphone mit schädlichen Viren belastet sei und man dies sofort beheben müsse. Der Begriff „Scareware“ kommt nicht von ungefähr, denn diese vibrierende Meldung dient einzig und allein dem Nutzer Angst vor Viren einzujagen und Ihn zu unüberlegten Handlungen zu verleiten. Denn unter der Warnung findet man meist eine detaillierte Anweisung was zu tun sei um die Viren zu entfernen und das Smartphone zu schützen. Diese Warnungen nehmen unterschiedliche Gestalt an, bewirken jedoch alle dasselbe. Egal ob ein angebliches Systemproblem angezeigt wird, oder ein angebliche Systemmeldung gemeldet wird.

Doch diese Meldung ist nicht von Google. Das Logo wird von Drittanbietern genutzt um authentisch zu wirken, denn Google kennt jeder. Dies soll Vertrauen erwecken und den Nutzer dazu bringen der vermeintlich gut gemeinten Anleitung zu folgen. Wer das tut, infiziert sein Smartphone entweder schlussendlich tatsächlich mit schädlicher Virensoftware oder wird in versteckte Kostenfallen gelockt.



Wer auf in der Warnung integrierte Links anklickt wird auf Websites weitergeleitet, durch die durch das bloße Anklicken Abos abgeschlossen werden die dann über den Mobilfunkbetreiber abgerechnet werden. Um solchen Ab-Fallen zu entkommen braucht man meist Geduld und starke Nerven, denn diese Drittanbieter agieren anonym, es existieren meist keine direkten Kontaktdaten, Sie sind für den Nutzer einfach nicht greifbar.

Die zweite Möglichkeit ist dass der Nutzer gebeten wird bestimmt Apps runterzuladen, um vermeintliche Viren zu entfernen. Hierbei handelt es sich oft um Malware, also stark mit Viren belastete Apps. Installiert man diese, wird das Smartphone tatsächlich mit Viren infiziert. Oft ist es auch Spyware, welche das Handy hackt und ausspioniert. Oft muss solche Apps nicht einmal aktiv heruntergeladen werden, ein Klick auf den dazugehörigen Link und der Download startet unbemerkt im Hintergrund.

Bei diesen Warnungen handelt es sich im engeren Sinne nicht um einen Virus. Es wird lediglich ein neues Browserfenster geöffnet, über das der Nutzer zum Virus geleitet werden soll. Auch das panisch machende Vibrieren bei solchen Meldungen ist ungefährlich, es handelt sich lediglich um einen simplen Javascript-Effekt.
Was kann ich tun und mich zu schützen?

Zu Erst einmal gilt, sich von dem wild vibrierenden Handy und der Warnung nicht verunsichern zu lassen. Das Unternehmen Google hat selbst erklärt, dass solche Meldungen von Google nicht existieren, selbst wenn das Logo von Google verwendet wird, Nutzer sollen solche Warnungen in keinem Fall beachten.

Sollte solch eine Meldung auftauchen, sollte diese niemals angeklickt werden. Wechsel Sie stattdessen über den Homebutton auf den Startbildschirm und dann in die Einstellungen Ihres Smartphones. Öffnen Sie den Menüpunkt „Apps“, dann die betroffene Browser-App und tippen sie unter „Speicher“ auf „Daten löschen“. Wenn Sie mehrere Browser benutzen sollten Sie diesen Vorgang für jede App widerholen. Danach können Sie den Browser wieder benutzen.
Grundsätzlich sollten nur Apps aus dem Play-Store heruntergeladen werden und nicht über den Browser. Um sich zusätzlich zu schützen, sollte man in den Sicherheitseinstellungen die Option „Apps aus unbekannten Quellen“ deaktivieren.
Zudem sollte jedes Smartphone mit einem Virenprogramm ausgestattet werden. Dieser scannt, wie auch beim PC, das Smartphone regelmäßig, warnt vor Vieren oder steckt verdächtige Dateien und Apps in „Quarantäne“.

Um versteckte Abo-Fallen von Vorneherein zu verhindern, sollten Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre einrichten lassen. Diese unterbindet solche verstecken Abo-Fallen und sperren den Versuch von Drittanbietern über den Mobilfunkanbieter Gebühren abzurechnen.
Auch einige Apps können betrügerische Werbeanzeigen auslösen. Wer also trotz all dieser Maßnahmen trotzdem noch Probleme hat, sollte überlegen welche Apps er in der letzten Zeit installiert hat und diese eventuell deinstallieren.